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Samstag, 24. März 2012

Steighilfe und Harschkrallen

Traumhaftes Wetter ließ Christian B. und mich mit den Schneeschuhen in Richtung Nördlinger Hütte gehen.

Die Bedingungen waren mitteloptimal, spr. recht anstrengend. Zwischendurch apere Stellen, Latschenhöhlen - wo man bis zur Hutschnur im Schnee steckt bis hin zu Firnfeldern im Schatten oder Schwimmschnee zum Runtergehen.

Trotz der Anstrengung hats Spaß gemacht und den müden Knochen gutgetan...

Berg heilt!

Sonntag, 5. Februar 2012

Rauhbein am Rauhenkopf

Martina hatte ihre Chemie-Lerngruppe heroben, Grund genug für mich, nicht auch gleich alles rund um Wasserstoff-Dimethyl-Hyperbenzol zu lernen sondern einfach gleich das Weite zu suchen - und ich habs gleich in der Nähe gefunden:

Ausgerüstet mit Rucksack, Gamaschen, Schneeschuhen und den Einser-Wander-Stiefeln bin ich in Richtung Schartlehner-Hütte hinaufgestapft und kurz vor dem horizontalen Finale hinauf auf den Rauhenkopf (2.011m).

Hier war ich noch nie, das wird sich aber ändern! Außer einem Mini-Holzhüttel ist man hier auf einem glatzigen, windverwehten, runden Berggipfelchen ganz alleine und hat einen 360°-Blick auf Reitherspitze, Solstein, Wetterstein, Hohe Munde, Inntal, Reith und co.

Der aktuelle Schwimmschnee ist für Schneeschuhwanderer maximal suboptimal, spr. - man sinkt viel ein und rutscht oft ab, dafür gleitet es beim Runterstapfen gut...

Bei -15°C wars schon ein bissl kalt, aber Tee, Haselmarkschnitten und ein Bio-Tillsiter-Semmele gaben mir wieder neue Kräfte. Im Ohr den sehr empfehlenswerten Podcast 3-2-1-Happyshooting, ein bissl Mobilemacs und gut ist. Schnee heilt!

Sonntag, 18. Dezember 2011

Schneeschuhplattler

Bei traumhaftem 50cm Pulverschnee sind Martina und ich erstmalig heuer mit den Schneeschuhen ausgerückt. Unterlage ist noch nicht, anstrengend wars und traumhaft schön...

Samstag, 19. März 2011

Whiteout auf Eppzirler Art

Meine Studentin war um 7 Uhr aus dem Haus, das Wetter solala bis Flocke und fluxdiwux gings nach einem Kaffetschele ab in den Norden, nach Gießenbach. 

Dort wurde der Kangoo geparkt und schon latschte ich bei Temperaturen um die Null durch die Klamm in Richtung Oberbrunnalm. Der Weg dürfte ab und an von Jägermeistern befahren werden und die frühlingshaften Temperaturen der letzten Tage haben das ihrige dazu beigetragen, dass ich gut mit normalem Bergschuhwerk vorankam.

Irgendwann geht dann der Weg rechts Richtung Eppzirler Alm ab und gleichzeitig heißt es, die Schneeschuhe anzuziehen. Um es einfach wieder einmal zu erwähnen, die neuen MSRs sind der Hammer. Leicht, griffig, stabil und so schmal, dass man sich nicht ununterbrochen selber im Weg steht. Der Rahmen außenrum aus gehärtetem Alu wird ja zackig gelasert, das Scharfkantige hab ich aber bei der letzten Tour durch Wald und Bach genommen. Dies hat jetzt den Vorteil, dass ich mir nichts wegamputiere...

Die Schneedecke wurde im Lauf der zurückgelegten Höhenmeter langsam höher, hat mich aber größtenteils gut gehalten. Zeitweise ließen mich versteckte Luftkammern ordentlich einbrechen. Das macht die Achsel feucht, die Stirn gerunzelt und den Meniskus ein wenig lockerer...

Bei der Alm gabs dann eine Käsestulle mit Pferdesalami und Stoffls legendären Sauerampfer-Tee, dann Früchteschnitten vom Vitalitätsladen. Punktum - Berg heilt.

Sonntag, 27. Februar 2011

zwei Zwetschgen schwitzen schwatzend...

Das Wetter war solala, (auf neudeutsch durchwachsen) Martina musste "endlich einmal ausschlafen...", was hieß: um 11 Uhr konnten wir endlich zu einer kleinen Schneeschuh-Wanderung aufbrechen.

Von Reith aus, nahe dem Bahnhof gings durch den verschneiten Wald im Zickzack hinauf. Der Steig ist gut beschildert und frische Markierungspunkt hielten uns en route. Nach ca. 2 Stunden waren wir am ehemaligen Gasthaus Schartlehnerhaus auf 1.856m (siehe Bild) angekommen.

Nach einem kurzen Tee-, Keks- und Umziehzeremonium überlegten wir, ob wir den Weg wieder zurückgehen (langweilig!) oder den Berg mit den Schneeschuhen hinunterlaufen sollen. Die zweite Wahl wurde getroffen und wie sich bald herausstellte, war es die schlechtere, der beiden Möglichkeiten. Von Ausrutschen, über Einsinken bis zur Nase, Hängenbleiben, Köpfeln in Latschen war alles dabei. Nach ca. zwei weiteren Stunden waren wir durchgeschwitzt unten im Tal angekommen.

PS.: Nach einer "Wuse mit Gu" (Wurstsemmel, mit Butter, Bauernschinken, Bergkäs und Gurken), Cola und Topfengulatsche war zumindest ein normales Atmen wieder möglich!

Sonntag, 30. Januar 2011

Im Frühtau zu Berge

Martina und ich haben wieder das Wild aufgescheucht, den Kreislauf auf Touren gebracht und Strahlungswärme im Gesicht verspürt.

Mit leichtem Gepäck im Rücken, Merino-Wolle am Körper, Musik in den Ohren, Gamaschen und Bergschuhe an den unteren Extremitäten - so ist man gut gerüstet für eine Winterbergtour.

Wenn man raufgeht, müssen Latschen von ihrer Schneelast befreit werden und der (Sommer-)Steig ist auch anspruchsvoll genug und zieht steil hinauf. Hier gilt es, das Gleichgewicht gut zu halten und aufmerksam die Bodenbeschaffenheit zu beäugen. Mal ist eine Wurzel im Weg, mal muss man einer Losung gekonnt ausweichen, dann haben wieder mal beide Schneeschuhe nebeneinander gar nicht Platz und dann kommst auch immer wieder vor, dass man die scharfen Frontzacken einsetzen muss...

Sonntag, 23. Januar 2011

Makrokristalline Schneeschuhwanderung

Der Morgen fing schon mal recht gut an:

Ich liege in der warmen Wanne und wundere mich grün, wieso den niemand anderer von den faulen Säcken im Haushalt endlich aufsteht, um Frühstück zu machen oder die Raumtemperatur in den Plusbereich zu bringen. Also nix wie raus aus meinem Wasserthermarium und gleich Martina wecken, einmal, zweimal... rot gerändert und zerzauselt wurde ich dann aufs Unschönste aufgeklärt, dass heute Sonntag sei. Ok, das ging schon mal in die Hose - also, nix wie rein in die Federn und schnarchen bis knapp vor Elfe...

Blöderweise Kaiserwetter am Plateau. Also hab ich geschwind die Stulle geschmiert, den Tee entweiht, das Müsli gekaut und das Verdaute entsorgt, und schon gings rauf in luft'ge Höh...

Schnaufend, schwitzend - rutschend, fluchend, aber seelig ob des Wetters, der traumhaften Landschaft, der Mengen an Wildspuren und den beeindruck funktionablen Schneeschuhen von MSR. Im Ohr zwei neue PodCasts von Webciety, Fanboys.

Besonders faszinierend war der Oberflächenreif. Dieser macht den Schnee sehr pulvrig und die Eiskristalle fein verzweigt mit sehr spitzen Zacken. Meine mühsam gelegte Spur von gestern war wieder verschneit. Die Latschenzweige versperrten mir aufs Neue, ob ihrer Schneelast, den Weg Richtung Nördlinger Hütte. Kurz vor dem "Hotelhang" war mit normalen Mitteln kein Weiterkommen mehr möglich. Schwimmschnee bis zu den Brustwarzen ließ mich dann dort genüsslich meinen mitgebrachten Tee trinken und den Herrgott einen guten Mann sein....

Hier noch ein paar Winter-Impressionen der Tour!

Mittwoch, 29. Dezember 2010

No Vertical Limit

Oft wird man richtig belohnt, wenn man den kleinen Schweinehund gleich morgens bezwingt:

Mit g'scheiten Schneeschuhen steil hinaufstapfen, schnaufen, schwitzen, grinsen. Ruhe kehrt ein, Wildspuren verlaufen sich im Schnee, Losungen werden nicht ignoriert, die Sonne brennt einem ins G'nack und ein paar Kekselen im Rucksack hauchen bald ihr kurzes Leben aus....

Und die anderen unten im Tal? Die Zurückgebliebenen. Die müssen unter der Nebeldecke im eigenen Saft darben...

Sonntag, 26. Dezember 2010

Auf großem Fuß mit MSR

Bei klirrender Temperatur und Sonnenschein machte ich mich auf den Weg hinauf - einen Stock höher. Mit dabei die neuen Lightning Ascent Schneeschuhe von MSR: Und diese Dinger sind was G'scheites, auch wenn sie ein kleines Loch ins krisengebeutelte Winterbudget reißen.

Der Außen-Umfang der Schneeschuhe  ist relativ klein, dafür aber aus gezacktem Luftfahrts-Aluminium. Das macht sie sehr stabil und sorgt in alle denbaren Richtungen, hinauf, hinunter, seitlich immer für unglaublichen Halt. (Und lässt sich wahrscheinlich auch zum Umsägen einer mittelgroßen Tanne verwenden...)

Außerdem sind unter dem Fuß gezackte Querträger, die nochmals ein Rutschen verhinden sollen. Vor allem beim Hinuntergehen geben einem diese zwei Traversen ein sehr sicheres Gefühl.

Wenn man wie auf Stufen steil hinaufgehen will, lassen sich hinten Steighilfen aufklappen (Bedienung auch mit Stöcken möglich!) und vorne beißen sich ordendliche Edelstahl-Frontzacken in den harten Schnee, störende Wurzel oder blankes Eis. Die Befestigungs-Bänder sind aus handschuhfreundlichem Urethan gefertigt, und damit laut Hersteller-Angaben bis -40°C biegsam. Optional dazu gibts Verlängerungselemente, die bei mehr Schnee (oder deutlicher Gewichtszunahme während den Weihnachtstagen) für bessere Tragfähigkeit dienen sollen. Das ganze verstaut in einem passenden Schultertäschchen mit jeder Menge Schnikschnak rundet das ganze Bild ordentlich ab. Daumen ganz nach oben für die Lightning Ascent Schneeschuhe von dem amerikanischen Ausstatter Mountain Safety Research.

Testbericht bei Trailspace