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Sonntag, 6. Juli 2014

Inzinger Alm auf ca. 1.700m

Vom Ortszentrum Inzing führ der Weg auf einer kurvigen Asphaltstraße in südliche Richtung bis zum Ortsteil Eben auf 823m.

Hier ließen wir das Motorrad stehen und wanderten entlang der Natur-Rennrodelbahn Inzing, weiter auf einer gut gepflegten Schotterstraße und entlang von entzückenden Waldwegen, vorbei an zahlreichen Bächen bis zur bewirtschafteten  Inzinger Alm auf 1.659m.

Hier gabs eine Buttermilch mit ca. ⅛ kg. Butter drinn und dazu eine ausgezeichnete Linzertorte. Alm heilt!

Montag, 25. Juni 2012

Auf Adlers Schwingen

Endlich wars dann soweit: Laura, Momo und ich machten ein paar Etappen des Tiroler Adlerwegs. Und das mit Zelt und Selbstverpflegung.

In Unterlangkampfen gings mit 10-kg-Rucksäcken los und bei der Solstein-Bahn war dann nach knapp drei Tagen Ende.

Dazwischen lagen

  • durchwachsenes Wetter bis kurz vor Schneefall
  • zahlreiche zu querende Altschnee-Felder
  • abgehende Schneebretter mit Geröll
  • sehr rutschige, lehmige Wege
  • glaciologisch interessante abgerundete Steine
  • reichlich Kondenswasser am ersten Tag in unseren Ein-Mann-Zelten

aber auch

  • eine traumhafte Bergidylle
  • pfeifende Murmeltiere
  • Unmengen an Alpensalamandern
  • reichlich Gesprächstoff zwischen Tochter und Vater
  • ein traumhaften Campierplatz direkt am Zireiner See
  • eine köstliche Bio-Müslimischung mit Milchpulver, die nur mit warmem Wasser angemacht werden musste
  • gut schmeckende Instant-Suppen aus dem Bioladen
Beim nächstenmal werde ich mir ein Regenhose besorgen, außerdem Mütze, Handschuhe und meine Hardshell-Jacke mitnehmen!

Montag, 18. Juli 2011

Wandertag mit Stoffl und seinen nassen Socken

Um 4 Uhr früh rasselt der Wecker und Martina zeigt mir den Vogel. Der Rucksack ist bereits gepackt, die Beißerchen geputzt, der Deo gerollt und der Darm entleert. Alles ist noch dunkel, so gut wie nichts zu hören. Den Tau auf den langen Grashalmen nimm ich mit meinen bunten Ultralight-Salomons in Reith gleich mit. (Nur nasse Socken sind gute Socken - vor allem gleich am Anfang einer Tour!)

Um 6.30 bin ich bereits ein Stockwerk höher auf der Nördlinger Hütte, 2.239m. Der Kamin gibt erste Rauchsignale ab und die ersten Zigaretten werden von den Hüttengästen gequalmt.

Die Platypus-Wasserbeutel sind an der Quelle bis zum Bersten gefüllt. Der Föhn heroben ist breits durch und am Joch deutlich zu spüren. (Segelflieger Andi wird sich freuen!)

Weiter gehts hinunter zum Ursprungsattel, 2.096m. Die Schafe sind gerade beim Aufwachen. Überall auf den Schotterreisen sind kleinere Gamsrudel vor mir auf der Flucht. Hier heroben ists immer toll: Erstaunliche Geologie, ehrfurchtseinflößende Tiefblicke, rostende Drahtseile, an denen man sich nicht festhalten will, das morgendliche Fotolicht...

Hier startet nun der Freiung Höhenweg. Vorbei an den schroffen Wimmertürmen, ausgesetzten Freiungspitzen gehts bis zur Kuhlochspitze und dann wieder hinunter über das Höllkar bis zum Solsteinhaus, 1.806m. Es ist jetzt genau 10 Uhr und in einer windgeschützten Wiesenmulde hab ich mir neben den Schafelen ein Paktl Manner verdient. (Ein bissl weniger Zucker könnten sie da reintun...)
Entlang dem Jöchlwald gehts ca. 400 Höhenmeter durch Latschen hinunter in Richtung Kristenalm und bei der Jagdhütte auf den sog. Gipfelstürmerweg. Dieser führt am Fuße des impossanten Solsteinmassives wieder in mühsamen Serpentinen hinauf auf knappe 2.000 Höhenmeter, wo mich am Joch schon Kälber und Kühe willkommen heißen! Wieder wird gerastet und fotografiert.

Jetzt wirds langsam ein wenig mühsam. Die Ohren tun weh vom engen Kopfhörerbügel, die Oberschenkel geben bereits Milch, die Knie schmerzen, die Haut hat schon Farbe angenommen und das Funktionsleibchen klebt wieder am Rücken. Aber hier ist umdrehen ganz doof.

Also nix wie weiter: zuerst muss ich über den "Arzler Kalk" wieder steil und "unwegsam" hinunter ins Kleinkristental und von hier wieder rauf auf den Frau Hitt Sattel, 2.370m, wo ich um 14 Uhr leicht geschlaucht eintreffe.

Jetzt hab ich nur mehr den gemütlichen Schmidhuber-Steig zur Seegrube zu bewältigen. "Down-Ander" ist mit Kumpane hier heroben in der Luft und beide zeigen sie mir zum Abschluss meiner tollen Wanderung, wieviele G so ein Segelflieger im Sturzflug aushält. Dann gehts per Bahn hinunter zur Hungerburg, wo bereits ein Schwimmbad mit Kaffeetschele und Kuchele bei den Schwiegereltern auf mich warten. Den Harry Potter im Kino sitze ich nur mehr auf einer Backe ab. Berg heilt!

Sonntag, 13. März 2011

Karwendelbahn Tiltshift

Auf unserem Weg von Leithen durch die Schlossbachklamm in Richtung Mitterbergl ist uns die Karwendelbahn vor die Linse gesprungen.

Montag, 25. Oktober 2010

Ausgesetzt am Mitterbergl!

Ich bin immer auf der Suche nach ausgefallenen Touren in unserem näheren Umkreis - abseits der germanischen Trampelpfade.

Lange gesucht - und dann schnell von Martina und mir gefunden:

Vom Leithener Bahnhof aus gehts in Richtung Schlossbachklamm. Nach ein paar hundert Meter biegt man links in Richtung Kaiserstand ab und kommt zu einem Umkehrplatz für Jäger und Holzarbeiter. Von da gehts dann ohne Wegmarkierung auf einem Jäger- und Gamssteig in Richtung Norden zu einem großen Jägerstand. Aufgrund der zahlreichen Losung schließe ich, dass mehr Gämsen als Jäger unterwegs sind. Ab und an müssen schlecht befestigte Wege, Halden und Reisen überwunden werden. Vom Jagdstand gehts dann unter steilen und überhängenden Schrofen mehr oder weniger geradewegs durch langgezogene Latschenwälder in Richtung Ursprungsattel.

Nordöstlich präsentiert sich dabei einem das 1.700 m hohe Mitterbergl und östlich bekommt man einen guten Eindruck vom Kreuzjöchl, Garberskopf und Brunstkopf.

Landschaftlich sehr empfehlenswert, gutes Schuhwerk und eine abgeschlossene Lebensversicherung auch! Und mann sollte solche Wanderungen nicht bei abklingendem Regenwetter und heranziehendem Schneetreiben machen...