Donnerstag, 21. Oktober 2010

What a wonderful world

Gestern kamen wir nach einer tollen Lesung mit Thomas Raab (sehr humoriger Mann) um ca. 22:30 noch fast bis nach Hause. Gut, eine kleine Schlitterpartie kurz vor dem Ziel kann man dem armen Auto schon verzeihen. Nur mit Sommerreifen bewaffnet durch fast 15 cm Schnee ist auch nicht lustig.

Heute wagte ich mich mit Unterstützung meines Mannes doch noch das Auto bis zum Büro von comdesign zu fahren. Und was soll ich sagen? Der Wagemut hat sich bezahlt gemacht. Die Wolken verschwanden und die liebe Sonne ließ das Eis auf den Straßen schmelzen. Belohnt wurde die Crew mit einer glitzernden Schneelandschaft.

Samstag, 16. Oktober 2010

Drachenzähmen - leicht gemacht

Ein verregneter Samstag, die Uni ist gerade aus und das Essen im Baucherl. Was sollte es noch schöneres geben, als gemütlich auf der Couch zu liegen und zum Einschlafen einen Film anzuschauen! Flugs einen Film ausgesucht und los geht's!

Der Film heißt "Drachenzähmen leicht gemacht" (Nein, er handelt nicht von meiner Familie) und einschlafen kann man dabei sicher nicht. Denn Dreamworks hat da wieder einen großen Wurf gelandet. Wir sind in der Zeit der Wikinger, die nur ein winziges Problem in ihrem Dorf haben: Drachen!! Sie stehlen das Vieh und alles, was sie zum Essen finden können. Aber da ist noch ein Junge, der sieht diese Tiere ganz anders!

Neben der liebevollen Gestaltung und der unglaublichen Animation, finde ich die Dialoge und die Story sehr gelungen. Und die Drachen sind einfach nur süß. Also, gemütlich zurücklehnen und genießen. Es lohnt sich. 5 von 5 angekokelten Wikingerhäusern.

Dienstag, 12. Oktober 2010

Patagonia-Zelt auf Umwegen


Nach monatelangem Jammern habe ich es endlich geschafft: ich habe eine Unitasche! Was heißt da Tasche. Das ist schon fast ein ausgewachsenes Zelt. 

Und als stilbewusste Frau habe ich mich da ganz auf meinen Mann verlassen. Und beim ihm als absoluten Markenfetischist konnte nur eine bestehen: die Patgonia Half Mass in "Autumn Leaf"-Ocker.

Ein Traum von einer Tasche. Und natürlich aus Recycling-Material. Was will man als Umwelttechnik-Studentin mehr? DANKE!!

Sonntag, 10. Oktober 2010

Albino-Waldkrokodil in Reith

Zwischen dem Möserer Steig und dem Hochleithenkopf liegt das Mösl, ein äußerst idyllisches Waldstück bei uns in Auland.

Schwammelen, Moosbeeren, Mischwald, Rösser, Stacheldraht, Rehkadaver, Schwarzbauten - alles findet man hier. Von hügelig, über sonnendurchflutet bis Finsterwald.

Und vor allem für Lauras weißen Albino Bully "Momo" sind die tiefschwarzen, moorastigen Sümpfe eine Wohltat für Pelz und Kragen.

Schön wars und alle haben wir es genossen!

Samstag, 9. Oktober 2010

Stoffl Ultra-Light

4.30 Uhr: die senile Bettflucht treibt mich aus der Bettstatt. Fertig geträumt. Samstag ist. Auf zu neuen Abenteuern.

Die Peristaltik arbeitet bereits. Die Weißen aus dem Perlland werden noch geschrubbt, ein Duftele gesprüht und noch schnell zwei Peanutbutter-Stullen geschmiert und Ovo-Schokis eingepackt.

Auf gehts mit der Petzl Sparstirnlampe E+Lite© bei tiefster Dunkelheit in Richtung oben.

Auf halber Strecke zum Joch werden die Platypus Trinkblasen mit Eiskaltem befüllt. Hier ist die einzige Quelle auf meinem Weg durch den Karwendel.

Zwei Stunden später bin ich am Grad und es dämmert bereits. Jetzt kann ich noch schnell Martina anrufen, die sich bald auf den Weg zur Uni macht. Auf der Nördlinger Hütte, 2.000 m über dem Meer, wird bereits eingeheizt, es duftet nach Zivilisation und ich sehe schon, wie sich die ersten Alpenvereins-Mitglieder aus den Stockbetten bemühen.

Weiter gehts! Ich kann jede Menge Gämsen ausmachen. Die Kletterkünstler stehen mit ihren Kitzen regungslos in den Schotterreißen und beobachten mich. Nachdem ich nicht wie Robin Hood bekleidet bin und auch keinen Schießprügel geschultert habe, werde ich als nicht gefährlich eingestuft.

Ich freu mich schon auf die ersten Sonnenstrahlen. Das heißt dann, Kraft tanken, Frühstücken, ordentlich trinken, fotografieren und sich den nassen Buckel aufwärmen. Und staunen, wie ruhig es da heroben ist. Einzig ein hübscher Heißluftballon in Augenhöhe feuert sich selber an.

Mit dabei sind erstmalig die neuen Ultralight-Teleskop-Stöcke, die ich von meiner Schwiegermutter geschenkt bekam. Diese "Trail-Poles" von der französischen Aluminium- und Kevlar-Schmiede RaidLight lassen sich im nu in vier ca. 30 cm kurze Teile zerlegen, wiegen sagenhafte 120gr. pro Stock und haben einen Schweiß aufsaugenden Griff. Traumhafte Teile und super stabil! Damit beginnt sich, meine Bergsportausrüstung in Richtung Ultra-Light-Trail zu entwickeln.

Das Ende der Freiungen ist beim Kreuzjöchl erreicht. Hier gabelt sich der Weg zum Solsteinhaus und zu meiner nächsten Destination. Jetzt hab ich noch ein mehrstündige Tour über den Garberskopf zum Brunstkopf vor mir. Hier wird der Weg weder gepflegt, noch markiert. Immer wieder sind steile Abbrüche, die man dann halt im Laufschritt geschwind überwinden muss. Trotzdem ist's hier landschaftlich traumhaft schön. Es duftet nach Alpenrosen, die Latschen verströmen Harziges und die Losungen der Gämsen sind allgegenwärtig. In Richtung Osten wird in den Zirler Mähdern per Fichtenmopeds geholzt, nach Westen hin erstreckt sich das Mittenbergl mit dem Grieskarbach, der dann in den Schlossbach bei Zirl mündet. Ein riesiges Gebiet, das vermutlich nur von Jägern begangen wird.

Zum Abschluss gibts dann den oberschenkel-wärmenden Abstieg über den steilen, früher von Hagel geschädigten Wald, namentlich "Die Pleiner" bis nach Hochzirl. Und gut ist!

Freiungen Herbst 2010

Samstag, 2. Oktober 2010

It's time for a change

"Es ist 14 Uhr... die Nachrichten... Guten Tag, meine Damen und Herren... Guten Morgen, liebe Studenten!"

Ja, ja – solche Witze prasseln seit dem 10. September auf mich ein. Aber mal ehrlich: das Leben als Student ist auch nicht mehr so einfach. Vor allem, wenn man die ganzen Vergünstigungen, die ein Studentenausweis mit sich bringen würde, ab dem 30. Lebensjahr nicht mehr bekommt. 

Aber ganz von vorne. Ich tuckere jetzt jeden Freitag Mittag und Samstag ab 8 Uhr (von wegen langer Schlaf) mit meiner geliebten Fuoco 500 Richtung MCI, um tatsächlich zu studieren. Ich kann es noch gar nicht glauben! Anstrengend sind das Handschreiben (wer auf Computer arbeitet, weiß wovon ich rede), das aufmerksame Zuhören und Verstehen und die Naschereien der Mitstudenten zu ignorieren. Wir sind ein ganz bunt gewürfelter Haufen mit vielen HTL-Absolventen und einigen Paradiesvögeln, wie ich einer bin. Aber das macht ja alles so spannend. 

Und ganz ehrlich: Bei aller Anstrengung ist es das wert! Endlich wieder lernen und in einer Gemeinschaft etwas voranbringen. Ich bin schon gespannt, wie ich das sehe, wenn die ersten Klausuren anstehen.

Also, wie sagt der Grieche am Weerberg: Plenus venter facile disputat de ieiuniis

Pleisen-Stoffl

Heute wandelte ich schon frühmorgens mit einer rosaroten Plateau-Aurora auf Toni Gauggs Spuren und besuchte mit meinem Berg-Velociped die Pleisenhütte auf 1.757 Meter Höhe.

Geplant war eigentlich die Birkkarspitze via Karwendelhaus. Nur verpasste ich ob der morgentlichen Bettblindheit die unauffällige Abzweigung eben dorthin schon gleich in Scharnitz...

Diese lustige Hütte war vormals ein Schutzhaus, ist mit einem Lager für ca. 40 Bergsteiger gerüstet und Ausgangspunkt für Pleisenspitze (Winter und Sommer) und Larchetkarspitze (Winter). Ganz gut Ausgeschlafene gehen von hier aus über Hinterkar, Breitgrieskar und Brendelsteig in ca. 8 Stunden zum Karwendelhaus.

Nach öffentlichem Gewandwechselns von Rad auf Berg und einem Russen-Tee mit ordenltlich Kristallinem drinn, gings dann rauf zur Pleisenspitze auf 2.567 Meter über See. Aufgrund der vielen abgerundeten und bei einer feuchten Witterung wie heute sehr rutschigen Kalksteine muss das Wegelchen interessant für Glaciologen sein. Aber ich freu mich schon, wenn ich im Winter den Karwendel-Klapf mit Schneeschuhen besteigen kann.

Oben angekommen hatte ich gerade zu tun, mir statt des kurzen, signalblauen, dafür aber durchgeschwitzen Merinoleibchens und der abgetragenen kurzen Lieblings-Laufhose was Gscheites überzuwerfen. Bei waagrechtem Graupelsturm, reichlich Schnee, schlechter Sicht und Doris' gefrorener Pistazien auf Vanille Schoko konnte ich nur ein kurzes Beweisfoto aus dem Rucksack knipsen.

Mit klammen Fingern, perforierter Gesichtshaut und mager durchbluteten Knien gings dann wieder runter.

Miniaturgalerie Pleisen Stoffl

Donnerstag, 30. September 2010

Donnerstag, 23. September 2010

Nanopartikel im Umlauf...

Endlich ist er da, der neue iPod nano. So klein wie der legendäre Däumling, leicht wie Keks, schön in grünem eloxierten Aluminium und mit einem Clip - der wohl auf jede Kappe, Mütze, Krawatte? passt. Außerdem lässt sich der Bildschirminhalt in 90°-Schritten drehen. Mit Radio, "Analog-"Uhr, Diashow und Nike Pedometer. Hörbuch und Podcasthören war noch nie so fein. Und Mukke sowieso.

Mukke mit Spucke:

24 Stunden Musikgenuss bis zum nächsten mal aufladen, verspricht das techn. Datenblatt. Das sind in Euro dreimal acht Stunden Berwandern. Und wenn man des augenblicklichen Liedes überdrüssig wird, hilft kurzes Schütteln.

Radio-Aktiv:

Der FM-Empfang ist einwandsohne. Als Antennenkabel fungieren die Kopfhörer. Und wenn man die Nachrichten später fertighören will, kann man diese anhalten und spätest. nach 15 Minuten fertig losen.

Trainings-Rocker:

Durch den eingebauten Schrittzähler in Kombo mit den Nike + Joggingschuhen wird Geschwindigkeit, Dauer, Laufstrecke aufgezeichnet und lässt sich dann für Trainingsmotivation online stellen.

Dia-Showman:

Die Bilder aus Istanbul, Regensburg und vom letzten Klettersteig werden auf Wunsch automatisch herunterskaliert und dann via Itunes auf den neuen Wunderfuzzi raufgeladen. Gestochen scharf Bilder mit den üblichen genialen Diashoweffekten erwarten einen - aber die Fotos sind winzig wie Krümel.

Fazit:

Alles in allem: Daumen ganz weit nach oben. Und ich freu mich schon auf die nächste Wanderung!

Apple-Produktseite
Handbuch und in Deutsch

Samstag, 18. September 2010

Klaustronauth

Für Hobby-Astronomen wie mich ein Quell ewiger Freude: das eigene Sonnensystem. Und es gibt eine (flashfreie) Seite, die den Stern und die Bahnen seiner Planeten anschaulich zeigt. Sehenswert!

Link zur Website: Our Solar System

Und hier noch der sehr interessante Podcast von Chaosradio über das Sonnensystem

Samstag, 11. September 2010

Rassig, kurzatmig und doch ausgesetzt...

Während Martina ihren zweiten Studientag schon früh beginnen ließ (Abfahrt 7:15 Uhr - 4°C), hab ich mich eine Stunde später auf meine BMW-Wespe gesetzt und bin bei herbstlichen 8°C nach Hoch-Imst gedüst.

Noch klamm im Schritt und mit starrem Gebein hab ich mich dann am Parkplatz zur Freude der anwesenden weiblichen Locals komplett ausgezogen. Merino-Kurzarm und Montura-Ultra-Short waren gleich auf den braunen Leib gespannt und ab gings.

Längere Touren soll man in kleinere Segmente teilen - so die Theorie, so war ich auch in 45 Minuten auf der Untermarkter-Alm und in weiteren 90 Min. auf der Muttekopfhütte. Durch starken Feuer- und intensivem Maggigeruch hab ich mich aber nicht sehr lange aufgehalten. Weiter gings auf das Guggelesattele und dann zum Scharnitzkar.

Hier war der ersehnte Start der ganzen Expedition: der Imster Klettersteig. Dieser ist mit 800 Laufmetern nicht gerade der kürzeste, mit über 400 Höhenmetern mit dem Kaiser-Max-Klettersteig vergleichbar, sehr gut verlegt in rauhem Kalkgestein, mit einem kinderarmdicken XXL-Stahlkabel gesichert, zum guten Teil recht vertikal und leider nach eineinhalb Stunden auch schon wieder vorbei. Oben wurde ob der Höhe und der zurückgelegten Meilen kurz getaumelt, hat aber gottseidank keiner gemerkt.

Eine komplette Packung Mürbekekse mit Nougatfüllung aus der Konditorei Walter, gesponsert von meiner Schwiegermutter gaben mir auf halber Strecke wieder Kraft!

Der Abstieg ist nicht viel kürzer als der Zustieg, nur dass man eine ewig lange und durch unterschiedl. Steindiameter sehr schwierig zu befahrene Schotterreiße zu bewältigen hat. Unten wollte ich dann mit der größten Alpen-Achterbahn der Welt (so der griffige Slogan) hinunterdüsen, aber Rucksäcke sind nicht willkommen.

Wannen-Buckel-Schrupping, Swiss-Sport-Öling, zwei Portionen Fetucchini (sehr al dento) al Pesto di Genovese, mehrere Salate, ein ausgezeichnetes Stück Torta del Nusch aus dem Engadin, 4 Rippen Luftschoko und ca. zwei Liter Gaswasser hab ich schon hinter mir. Danke den Köchen und Spendern! Jetzt ist dann aber endlich Power-Couching angesagt!

Hier der Link zur Topo.
Und hier noch ein paar Zusatzfotos.

Döner, Muezins und Metropolen

Sultan-Ahmed-Moschee, besser bekannt als Blaue Moschee. Kuppel ist 43 m hoch. Gebaut Anfang 17. Jahrhundert.
Die Yerebatan-Zisterne: 140m x 70m mit über 300 Säulen, auch im Film "The International" zu sehen!
Laura vor dem Poster des Modern Museum in Instanbul. Verwirrend und zum Staunen
Unser Hotel, das wir gerne weiterempfehlen: klein, sauber und freundlich!
Wo der Diwan (Ort der Rechtssprechung) gleich zum Möbelstück mutierte: im Topkapi Palast
Simone, unsere "Leihtochter". Eine sehr angenehme und liebe Begleitung.
Hagia Sofia: ehemals byzantinische Kirche, spätere Moschee und heute ein Museum. Prachtvoller kann ein Bau nicht sein. Ein Muss für jeden Istanbul-Besucher.
Da glaubt man noch an "Alibaba und die 40 Räuber": unser charmanter Kaffeehausbesitzer im Großen Bazar.


Da wir nun jährlich eine interessante oder (Haupt-)Stadt in Europa kennenlernen wollen, fiel die Wahl heuer auf Istanbul. Auch der kleine Wink, dass Istanbul 2010 Kulturhauptstadt ist, war nicht ganz unwesentlich.

Wo soll ich bloß anfangen. Vielleicht bei den täglichen Putzkolonnen, die die Straßen im Bezirk Sultanahmet und der Altstadt so sauber halten.

Oder von der blauen Moschee, die Martina so tief beeindruckt hat. Oder die Yerebatan-Zisterne mit ihren unglaublichen Lichtspielen.

Die Hagia Sofia. Eine unglaubliche Architektur gepaart mit meterhohen Mosaikkünsten. Doch nicht vergessen soll man das Modern Museum of Instanbul sein. Ein toller Überblick über 50 Jahre moderne Kunst in der Türkei.

Der Topkapi-Palast lässt die Ära der Sultane wieder lebendig werden. Vor allem mit einem Audioguide (excellente Qualität mit kleinen Übersetzungs-Ausrutschern, wie z.B.: die öfters erwähnten Perlmuttern...) wird das Erlebnis noch intensiver.

Natürlich darf ich den Ägyptischen Basar (Gewürze) mit seinen intesiven Gerüchen oder den Großen Basar mit 1.000 Gold- und Silberschmuck-Geschäften auf gezählten 31 Hektar  nicht vergessen.

Eine Bosporus-Fahrt führte uns bis ans Schwarze Meer und erlaubte uns Ausblicke auf Holzhäuser direkt am Wasser, die die teuersten in Istanbul sind. Und im Stadtteil Karaköy umrundeten wir den Galataturm, der nahtlos in die geschäftigste Einkaufsstraße Istanbuls mündete, der Istikal Caddesi.

Auch das asiatische Viertel wurde besucht und über den Hafen Kadiköy gelangten wir in den Stadtteil Moda, der uns 2 Jeans für Stoffi bescherte.

Unsere Mitreisenden Laura und Simone haben sich mit uns "Alten" viel Mühe gegeben und wir genossen das Zusammensein mit den Beiden sehr und jeden Tag aufs neue.

Fazit: Istanbul ist definitiv ein "MUST" für alle Städtereisenden. Es hat alles, was das Herz begehrt. Sehenswürdigkeiten bis zum Abwinken, gemütliche Plätzchen zum Kaffeetrinken und Entspannen. Es ist unglaublich grün und hat im September auch angenehme Temperaturen. 

Einziger Kritikpunkt: Die ständige Anspreche der diversen Restaurant-Keiler. Guter Tipp: einfach ohne Blickkontakt weitergehen und nicht stehen bleiben.

Und hier noch der Link auf unsere Istanbul-Foto-Galerie. Bilder sind diesmal alle mit der Canon Eos 7d und 50mm Fixbrennweite aufgenommen worden.

Donnerstag, 2. September 2010

1.000 und eine Nacht




So kommen wir uns auch vor. Wir sind jetzt den 3. Tag in Istanbul und schon ganz verzaubert von der Stadt. Die ersten Highlights sind schon besichtigt. Darunter die Blaue Moschee und die Yerebatan-Zysterne. Vor allem die kleinen Gassen haben es uns angetan. Was uns am meistens erstaunt hat waren die vielen Parks und Grünflachen in der Altstadt. Und hinter jeder Ecke verbirgt sich eine neue Überraschung. Heute war Istanbul Modern drann. Das Museum für moderne Kunst. Sehr beeindruckend. Dannach ging's zum verkehrsreichsten Taksim Platz. Alles ist extrem sauber hier. Unglaublich, wenn man es z.B. Mit Griechenland vergleicht. Dannach ging's weiter zu den Body Worlds von Gunther von Haagen, der vermutlich. Aufgrund der Kulturhauptstadt Istanbul hier ausstellt. Bei dieser Ausstellung werden Leichen plastifiziert, dann in eine bestimmte Pose gebracht und ausgestellt. Zum Teil ein Aufwand von bis zu drei Jahren. Jetzt sind wir wieder ausgeruht und auf der Suche nach einem Abendbrot.

Samstag, 28. August 2010

(k)ein Fenstersturz in Prag

Nachdem wir uns aus dem Gassengewirr der Regensburger Altstadt befreit hatten, ging es zügig Richtung Osten. 

An der Grenze zu Tschechien wurden noch schnell diverse Tauschhandel getätigt, um für diese Fremdwährung ein Gefühl zu entwickeln. Durch riesige Wälder und Felder führte uns die Autobahn Richtung Prag.

Gottseidank hat unser Navi nur die westeuropäischen Karten im Programm (Sch.... TomTom) und somit kam Martina mit ihrem Orientierungssinn wieder voll zur Geltung!

Nach einer nervenaufreibenden Stunde erreichten wir glücklich und müde unseren Campingplatz, der auf einer Insel in der Moldau südlich der Altstadt lag. Kaum angekommen, ließen wir unser Hündchen noch kurz raus und schon warfen wir uns ins Getümmel der Prager Altstadt. Na, da staunten wir nicht schlecht. Eine unglaubliche Menschenmasse empfing uns nachdem wir die Straßenbahn verließen. Und das hielt bis weit in die Nacht an. Altstädter Ring, Rathaus mit astronomischer Uhr, Karlsbrücke, usw. Architektur soweit das Auge reichte und das bei traumhaften Wetter.

Am nächsten Tag ging es ans Eingemachte. Hinauf zur Prager Burg. Weder wild gewordenen Segway-Herden, einladende Biertische, hupende Autos noch Ströme von Touristen hielten uns auf. Mit letzter Kraft warfen wir unsere tschechischen Kronen der Ticket-Verkäuferin auf den Tresen und erhielten einen Audioguide in Ziegelsteingröße und -schwere. Ran ans Ohr und ab in den St. Veits Dom. Mein lieber Schwan ist der toll! Vor allem das Mucha-Glasfenster ist ein Traum und die düstere Stimmung trägt zum erfürchtigen Erschauern bei. Nur nicht schlapp machen, hieß es jetzt. Gleich auf der anderen Seite des Platzes wartete die Prager Burg mit ihrem "Fenstersturz". Nur das goldene Gässchen konnte nicht besichtigt werden, da hier gerade Renovierungsarbeiten durchgeführt wurden.

Nach der stundenlangen Kultur kam der Kommerz nicht zu kurz und wir ließen uns erschöpft einen Starbucks-Kaffee samt Zimtschnecke munden. Nun wurde noch die Moldau auf der Karlsbrücke überquert, dabei diversen Zeichenkünstlern über die Schulter geschaut und schon waren wir im Gassengewirr der Altstadt verschwunden. Nach einem wunderbaren Essen im "Culinarium", einem Bioladen, wurde die Alstadt noch zu Fuß erkundet.

Mit einem kulinarischen Stopp bei PAUL, einem exquisten Brot- und Patisseriegeschäft aus Frankreich, kehrten wir müde und voller schöner Eindrücke zum Campingplatz zurück. Mit einem Pilsner Urquell bewaffnet, ruhten wir uns am Ufer der Moldau aus.

Am nächsten Tag war leider schon wieder die Abreise fällig. Auf dem gleichen Wege ging es in die Heimat zurück, nur unterbrochen von einem 30 km Stau vor München, den wir aber locker und guten Mutes wegsteckten.

FAZIT: Prag ist sehenswert, historisch und teilweise kunsthandwerklich interessant, sirenenschwanger, voller Menschen und eine Reise wert!


Link auf die kleine Prager Bildergalerie!

Donnerstag, 26. August 2010

Männer, die auf Ziegel starren...

Am 19. August im Jahr des Herrn gings mit unserer Mobilvetta ab in die Pampas Oberpfalz. Oft von meinem Papa lautstark besungen, und von Pia und Alex eindringlich empfohlen, wollten wir uns am Weg zu den Tschecheranten die Stadt Regensburg mal ansehen. Frei Motto: "Planung ist Ersatz des Zufalls durch den Irrtum."

Die Stadt im Freistaat Bayern ist ungefähr so groß wie Innsbruck, man sieht es ihr aber nicht an. Entzückende Gassen mit allerlei seltsam klingenden Gewerbebetrieben, Touristenführer mit überlangen Regenschirmen, Hutmacher u.v.i.d.A. (und vieles in dieser Art) tat uns im Auge und Gemüt sehr wohl.

Regensburg liegt an der Donau, das merkt man auch gleich am regen Schiffsverkehr. Bevor man dort ankommt, begleitet einen längere Zeit der Ausblick auf tiefen Bayerischen Wald - man riecht förmlich all die Schwammerlen heraus -  und wenn man weiterfährt und zum Beispiel klettern will, ist man in der Fränkischen Jura auch nicht schlecht beraten.

Regensburg, als eine der ältesten Städte und eines der ältesten Bistümer Deutschlands, und hat kulturell damit einiges zu bieten. Also genau das richtige für Martina. (Ich bin ja oft schon mit trockenem Karwendel-Kalkgestein zufriedenzustellen.) Neben der entzückenden Mittleren Altstadt muss man die Steinerne Brücke und den Regensburger Dom gesehen und betreten haben.

Außerdem sollte man einmal im Leben in der "Ersten Bayerischen Dampfnudelbäckerei" und bei der "Lederwaren UMSONST KG" gewesen sein. Und Konditoreien haben die dort, mannomann, da mögen sich die unsrigen aber mal ganz schön warm anziehen!

Hier der Link auf die neue Regensburg-Galerie

Sonntag, 22. August 2010

Brunstkopf, na servus!

Bewaffnet mit Zitronenmanner, Foto-Klapperatissmus, iPhone und Platypus-Trinksystem hab ich mich um 4 Uhr dann doch aus dem Bett gewälzt. Der Berg ruft!

Auf leisen Sohlen wurden schnell ein paar Podcasts geladen, die Stirnschlampe mit frischer Energie versorgt, die Stöcke auf "Aufwärts" eingestellt, das Schuhwerk verzurrt und los gings um Dreiviertelfünfe bei tiefster Dunkelheit.

Rauf über taunasses Gelände zu meiner Lieblingsdestination "Nördlinger Hütte" (2.239m) hier zeigte sich bereits, dass ein traumhafter Sommertag zu erwarten war. Dann wieder runter auf den "Ursprungsattel" (2.096m), hier hab ich trotz starkem Geruchs frischer Gamslosungen ein kleines Frühstückchen zu mir genommen, in Form von Wasser und reformierter Haselmarkschnitten. Weiter gings rüber zu den "Wimmertürmen" (2.146m), vorbei an den "Freiungenspitzen" und wieder rauf auf die "Kuhlochspitze" (2.297m). Hier musste dann die restliche karge Verpflegung - die Zitronenmanner und ein paar Schluck Wasser drann glauben. Doch der Blick auf den kargen Karwendel und die unten im Schatten versunkene Eppzirler Alm entschädigten für vieles.

Nach einem kurzen Rastl gings wieder hinunter, zuerst über das Kreuzjöchl (2.043), dann zum Garberskopf (1.903m), vorbei an den Brunnenschrofen zum Brunstkopf (1.719m Name war Programm...) und dann über die Pleiner durch den Wald runter auf 994m zum Landeskrankenhaus Zirl, und noch weiter runter zur Schlossbachklamm und drüben wieder rauf nach Leithen... 8 Stunden später waren meine Füße und ich wieder daheim. Martina hatte für Mittag gottseisgelobt schon viel eiskaltes Trinkbares und ein leckeres Knödelduett vorbereitet.

Mit ff. Podcasts gehts gleich viel leichter: Bits und so, mobilemacs, Das Computermagazin - B5 aktuell, Leonardo im WDR 5, O'Reilly Kolophon, SWR2 Wissen

Brunstkopf

PS.: Wer mit dem iPhone auf Tirols Bergen unterwegs ist, dem empfehle ich die App "GPS-Tracks" eines Schweitzer Programmierers. Diese zaubert einem in Österreich die Topokarte von Kompass, Maßstab 1:25000 mit Höhenlinien, Bergnamen, Wegenetz u.ä. auf das Telefon. Diese Karten kann man vorab kostenlos auf das Handy laden, damit benötigt man unterwegs keinen Internetzugang. Funktioniert einwandsfrei und kostet nix! Dadurch, dass einem die aktuelle, eigene Geolocation angezeigt wird, findet man jetzt Wege, die man schon lange gesucht hat.

Sonntag, 15. August 2010

Schwammelen, Bullies und deftige Landluft

Salzburgs Lieblingstiroler Laura und ihr Pardello und die beiden Topfenneger-Bullies Momo und Spiky waren heute bei uns zu Besuch. Puaah, mit drei Bullterriern im Haus bleibt kein Auge trocken....

Und ab gings gleich in die Schwammerlen der Umgebung. Gefühlte 8 kg Herrenpilze wurden von der ganzen Meute gefunden und anschl. von Martina geputzt, gehobelt und getrocknet.

Weiters wurde ein halbes, stark verwestes Reh, aber mit intaktem Mageninhalt als erstes von Aimee gesichtet. Nachdem sie sich darin gewälzt hatte, war sie eindeutig Chef und Rudelführer. Alle anderen flüchteten und taumelten benommen ob der deftigen Olfaktorik.

Sonntag, 8. August 2010

Innsbrucker Berge: Brandjochkreuz

Bei durchwachsenem Wetter machten wir uns heute schon früh auf den Weg runter ins Inntal. Nebelschwaden und ca. 135% Luftfeuchte waren dann unsere ständigen Begleiter.

Vom Planötzenhof (784m) über dem Innsbrucker Ortsteil Sadrach ging es zum Höttinger Bild (905) und von dort dann einen relativ steilen Steig rauf zum Achselkopf, bzw. der Achselkopfhütte (1.645m) und weiter rauf zum Brandjochkreuz (2.268m). (Wer noch weiter möchte, der kann vom Gipfel aus über den Südgrat das Vordere Brandjoch ersteigen.)

Von hier heroben hat man dann den guten Überblick auf die verschiedenen Almen und Hütten. Und ganz Innsbruck liegt einem ausgebreitet zu Füßen.

Fotos Bergtour auf Brandjoch Kreuz

Sonntag, 1. August 2010

Hungerburg - Frau Hitt - und retour


Nix für Schwachmatiker!

Um 7:30 Uhr waren Martina und ich bereits auf der Hungerburg gestellt und starteten guter Dinge und bei angenehmer Temperatur mit unseren Radeln auf die Seegrube. Nach rund 2 Stunden waren die knappen 1000 Höhenmeter absolviert.

Dort parkten wir unsere Drahtesel, verdruckten einen Apfel, zogen uns bergsteigertechnisch um und machten uns dann auf den ca. einstündigen Anstieg, vorbei an allerlei Lawinenverbauungen zum 420 Meter höher gelegenen Hafelekar.

Dort wurde ich und meine Stulle dann fast von einem Braunschaf gefressen. Fußtritte und Fuchteln mit den Wanderstöcken bewahrte mich und mein Jausenbrot vor dem Existenzende.

Martina machte sich auf die Hafelekarspitze und ich absolvierte den Innsbrucker Klettersteig, nicht bedenkend, dass ca. 4 Gondeln voller Kletter-Novizen, Sonntagsausflüglern, Panoramafotografen u.ä. überholt werden mussten. Dementsprechend zog sich die Tour in die Länge und ich war froh, dass ich nach dem langen Sattel bei der Frau Hitt angekommen war. Dort entdeckte ich dann gottseisgelobt den Schmidhuber-Steig, der relativ eben zurück zur Seegrube führt.

Wieder rein in die Radlkluft. Mit trockener Kehle und leicht ausgepumpt freute ich mich auf Radler, Schiwasser und Pressknödel auf der Bodensteinalm. Von dort gings wieder zurück zur Basisstation auf der HuBu mit Schwimmen, lecker Kuchen und Kaffee!

Fazit: Das nächstemal nimm ich mir ein T-Shirt mit und mach nicht alles mit freiem Oberkörper. Die Äpfel vom MPreis sind solala, und drei Tage Regeneration sollte man anschließend einplanen!

Samstag, 31. Juli 2010

Obergurgl wir kommen

Die Sommer-Marketing-Tage im Hotel Alpenaussicht in Obergurgl standen wieder auf unserer "Agenda".

Will sagen: "Essen bis der Hotelier dann kommt." Und dazwischen kopfen, auf dem iPad werkeln, Kinder und Gäste unterhalten...

Am Samstag war dann Berg am Tablett: Rauf mit der ganzen Meute und dem Hohe-Mut-Lift, Staunen ob des Gletscherrückgangs und dann vorbei an "Bildhauer-Gruppen" und Wanderern unbestimmten Alters zurück durch den Zirbenwald.

Obergurgl wir kommen

Die Sommer-Marketing-Tage im Hotel Alpenaussicht in Obergurgl standen wieder auf unserer "Agenda".

Will sagen: "Essen bis der Hotelier dann kommt." Und dazwischen kopfen, auf dem iPad werkeln, Kinder und Gäste unterhalten...

Am Samstag war dann Berg am Tablett: Rauf mit der ganzen Meute und dem Hohe-Mut-Lift, Staunen ob des Gletscherrückgangs und dann vorbei an "Bildhauer-Gruppen" und Wanderern unbestimmten Alters zurück durch den Zirbenwald.

Donnerstag, 29. Juli 2010

Typisch Mann

Ein bisschen dick auftragen hat noch nie geschadet: knappe 1000 Höhenmeter in 1 Stunde und 8 Minuten auf die Nördlinger Hütte (2.238m) - gilts zu schlagen!

Samstag, 24. Juli 2010

Hilfe! Mein Mann ist mit einer Studentin zusammen!

Genau vor einer Woche hat sich das Ungeheuerliche ereignet.

Ich bin am MCI Innsbruck aufgenommen. Ich habe es geschafft. Und ich bin glücklich. 

Vor einem Monat habe ich die Aufnahmeprüfung für das Studium der Umwelttechnik am MCI abgelegt und musste mich bis jetzt gedulden, ob es geklappt hat oder nicht. Und jetzt ist es tatsächlich soweit. Juhuuuuuu!!!!

Jetzt werden noch Kalauer ausgepackt, wie "Wir leben jetzt in einer Studenten-WG!" und schon fängt das Studium an.

Danke allen, die mich darin bestärkt haben: meinem liebsten Mann, meiner Mama (die hat es ja schon gewusst, dass ich die Aufnahme schaffe), meine Kinder, meine Schwiegereltern und meine Schwestern. Danke auch an meinen Nachhilfelehrer Julian, der mich in Mathe, Physik und Chemie auf Vordermann brachte. Vor allem gilt Frau Dr. Hornsteiner von der Berufsberatung ein dickes Lob. Sie hat mich nach fünfstündiger Beratung auf den richtige Pfad gebracht und bestärkt.

So, jetzt heißt es, Wohnung putzen, Terminpläne erstellen und ein bisschen stolz sein. Eure Martina

Von Weana Bazi und Herrgotts Bscheißerlen

Vor zwei Wochen zog uns die Wanders- und Surflust nach Karpathos, einer griechischen Insel zwischen Rhodos und Kreta. Da alles von Martina über das Internet bei Club Mistral gebucht wurde, war die Spannung groß, was da auf uns zukommt. Nach angenehmen Flug und gut gelaunt wurden wir am Flughafen von Alexandra, der Leiterin der Surfstation empfangen.

DAS HOTEL
Zum Hotel Irini  (auf dem Startbild seht Ihr hinter dem Restaurant eine Terrasse. Dahinter war unser Zimmer!) ist es eine lange Fahrt von knapp 1 Minute, die wir nur Dank zweier Wasserkanister lebend überstanden. Mit letzter Kraft schleppten wir uns dem Übernachtungstempel entgegen und erreichten auch noch unser Zimmer. Wow, kann ich da nur sagen. Das soll griechischer Standard sein? Keine knarzenden Türen, keine Kakerlaken, keine abblätternden Farben. Und der Restaurantbereich ist schon fast eine chillige Lounge. Das Personal bestand aus dem Chef, dem griechischen Koch, 3 Polinen für Massage, Zimmerservice und Bedienung (sehr freundlich und sehr schüchtern) und Nicoletta aus Rumänien. Sie war unser Sonnenschein.

DIE SURFSTATION
Unsere zweite Heimat während des Urlaubs war die Surfstation. Vor allem für mich gab es da viel zu sehen!!! Die Boards, die Segel, die Mastfüße, ... und ganz nebenbei eine Unmenge an gestählten, braunen und mit einzel definierten Muskeln bepackten Oberkörpern der hilfsbereiten Surfcrew. Gottseidank mussten sie keine T-Shirts tragen. Entschädigt wurde Stoffi durch das weibliche Personal der Anemos Bar, die, so vermute ich, nach der Länge und Beschaffenheit ihrer Beine ausgesucht wurden. Kurz gesagt: perfekte Organisation, sehr hilfsbereit, tolles Material und viel Spaß!

DER WIND
Mei, isch des sakrisch guat gangen. Mein bessere Hälfte war fast nicht mehr von seinem Board zu bekommen. Und da Segel aller Größen immer zur Hand waren, wurde ein wahres Feintuning betrieben. 14 Tage lang zwischen 5 und 7 Bf. Jeder Surfer erblasst spätestens jetzt vor Neid.

DER SURFKURS
Ja, ja auch das musste sein. Ein Powerhalse-Kurs war schon gebucht und so konnte Stoffi sich nicht mehr drücken. Aber Manu, der französische Surflehrer, mit einem entzückenden Akzent im Englischen, ließ nicht locker. "Ah, Christoph, yu maste make di power-jeif like this: Backhand back and Backfoot back, out of the hook, now look, Charlie Chaplin, Robin Hood". Einfach grenzgenial die Beiden.

DAS ESSEN
Mit Halbpension bewaffnet wurden wir jeden Abend mit einem Salat, einer gemüsigen Vorspeise und dem Hauptgericht samt Miniatur-Nachspeise bedient. Lamm, Fisch, Moussaka und Rindfleisch wechselten sich ab. Und unser liebster Koch, mit hoher Stirn ausgestattet (liebevoll Conehead genannt) freute sich, wenn es schmeckte.
Zu Mittag waren wir in der Anemos Bar. Ein schottischer Koch zauberte riesige Chickenburger, Risotto, Salate, Baguettes, Cheese Cakes, Wraps und Omlettes der Spitzenklasse. Mit einem halben Liter Cranberries-Soda auf Eis schafften wir zusammen immer nur eine Portion.

DIE MITBEWOHNER
In der ersten Woche begleiteten uns Thomas und Sven aus München. Als gebürtiger Schwabe erklärte uns auch Sven, was ein "Herrgotts Bscheißerle" (siehe nächsten Blog) ist. Auch sonst waren das lustige Gesellen und die Fußball-WM war mit den beiden Kommentatoren ein Quell ewiger Freude.
In der zweiten Woche wurden sie durch Philipp, Pascal und Markus aus Bern, Schweiz ersetzt, die schon seit 12 Jahren hierher zum Surfen fliegen. Da konnten wir herzlich über diverse Ankedoten lachen und auch ernste Gespräch über die Schweiz führen. Zum Darüberstreuen lernten wir Silvia und Martin aus Wien kennen. Wenn Martin seine ersten Übernachtungsjahre auf Karpathos vortrug, lag man fast unter dem Tisch vor lauter Lachen.
Die letzten Tage wurden von einer Wiener Familie überschattet, die glaubten, das Hotel für sich zu haben. Mit lauten Zurufen (vom Tisch aufstehen und 50 m zum Angesprochen zu gehen ist schon zuviel verlangt) in schmerzhaften Dezibel-Bereich und völligem Ignorieren der anderen Hotelgäste, waren die ruhigen Tage gezählt.

DAS AUTO
Nach 14 Tagen ging es dann wieder nach Hause. Super!! Pünktlicher Abflug und pünktliche Landung, der Transferbus wurde perfekt erreicht. Das Auto hatte keinen Hagelschaden und die Klimaanlage funktionierte. Also, nichts wie heim nach Reith. Doch im Stadtgebiet von München war Schluss. Kupplungsdefekt. Gleich wurde der ÖAMTC aktiviert. Wozu hat man den einen Schutzbrief. Das verlief sehr gut. Sehr freundlich, sehr bemüht. Allerdings die Wartezeiten in München zum Abschleppen sind auch nicht schlecht. Das Auto ließen wir vor Renault München stehen und wir traten die Heimreise (bezahlt vom ÖAMTC) mit dem Zug an. Ca. 5 Stunden später als geplant waren wir wohlbehalten in Reith eingetroffen. Hurra!!!

FAZIT
+ zum Surfen ein Traum
+ Stark-Wind-Revier einfach super: keine Mücken, kühl in der Nacht
+ sehr ruhig
+ Hotel sehr schön
+ Lage einfach phantastisch
+ wenig Leute dank Wirtschaftskrise und Angst vor Streiks
+ Club Mistral Crew war ein Traum
+ Anemos Bar sehr zu empfehlen
+ Strände sauber, schön und beinahe menschenleer
+ Schweizer Mitbewohner sind cool
+ Münchner Mitbewohner auch
+ IPAD im Urlaub ist einfach nur geil!
+ Anreise: 1 Minute bis zum Hotel, kein Fluglärm
+ Chicken-Bay Trainingsrevier: vor allem für Martina fein


- ausgeliehenes Moped war Schrott
- Wiener Großkotzer im Hotel
- Internetzugang im Hotel (alle 2 Minuten zum Code eingeben)
- Infrastruktur auf der Insel schwach: Bus, Kläranlage, Windkraft...
- griechisches Fernsehprogramm: teilweise schwarzweiß!!
- Fußball-WM-Finale auf Griechisch ohne Delling und Netzer!


Wer bis hierher durchgehalten hat, der darf noch ein paar Fotos ansehen:
Karpathos Surf Urlaub

Herrgotts Bscheißerle

Zisterzienser aus dem Kloster Maulbronn sollen die Herrgotts Bscheißerlen, das sind Maultaschen, während des Dreißigjährigen Krieges erfunden haben.

Während des Fastens erhielten die hungernden Mönche ein großes Stück Fleisch. Unglücklicherweise allerdings mitten in der Fastenzeit. Was also tun?

Zunächst wurde das Fleisch klein gehackt und mit reichlich Kräutern sowie Spinat aus dem Klostergarten vermischt, damit die etwas grünliche Masse nicht mehr als Fleisch zu identifizieren war. Um sicher zu gehen, dass der Herrgott auch wirklich nichts bemerkt, umhüllten die Mönche die Masse zusätzlich noch mit einem Nudelteig und teilten diesen in kleine Portionen. 

So versuchten sie, ihren Herrgott hinters Licht zu führen und nicht beim Sündigen erwischt zu werden. Deshalb: Herrgotts Bscheißerle.

Mittwoch, 7. Juli 2010

Karpathos forever

Nun sind wir schon einen Tag auf dieser schönen Insel. Traumhafter Wind jenseits der 7 Bf lassen Stoffis Herz höher schlagen. Das Hotel ist eine Wucht und das Essen ist auch nicht zu verachten. Mistrals Surfstation unter der Leitung von Alexandra ist perfekt geleitet. Eine Menge Boards, tolle Mannschaft und natürlich der geniale Wind verheißen für den restlichen Urlaub nur gutes. Wir sitzen gerade beim Essen und freuen uns schon auf das Fußballspiel. Der Sonnenbrand wärmt auch in windigen Nächten und die Mücken können bei Sturm auch nicht fliegen.

Samstag, 3. Juli 2010

Fernauexpress

Bei Temperaturen deutlich über 30°C haben wir uns ins Stubaital aufgemacht. Genauer gesagt ins hinterste Stubaital. Vorbei an deutschen und einheimischen Sonntagsfahrern - immer zwischen Radarexplosion und wieder auf vier Rädern fahren...

Wenn man Architektur und das Dekor der Gletscherbahn-Talstation hinter sich gelassen hat, gehts rund 600 Höhenlinien rauf zur Mittelstation, direkt in der Nachbarschaft der Dresdner-Hütte. Hütte ist natürlich eine leichte Untertreibung.

Hier heroben angelangt, sucht man beinahe vergeblich inmitten des zahllosen Gerölls den Gletscher. Dann verfinstert es einem die Gesichtszüge, wenn man die unzähligen Bahnen, Gondeln, Stützen, Stationen, Straßen und die vielen planierten Hänge wahrnimmt. Hier möchte ich eigtl. weder auf der "Hütte" übernachten, noch ein zweitesmal zum Skifahren raufkommen.

Ein paar Steinwürfe von "Hütte" und Mittelstation entfernt sind dann zwei Klettersteige, Fernau (für Familien) und Fernau Express (für mich). Der letztere ist mit zurückzulegenden 120 Höhenmetern relativ niedrig angesiedelt, hat aber außer dem Stahlseil fast gar keine metallenen Helferlein. Der plattige Granit war für mich klettertechnisch Neuland. Ist aber wesentlich weniger brüchig als der gewohnte Martinswand-Kalk. Die senkrechten Wandplatten, das dünnere Stahlseil, die knackigen Überhänge und Kamine haben dann aber doch meinen Puls deutlich über den Fettverbrennungs-Bereich gebracht.

Mein persönliches Fazit: 
Wer ein paarmal den Kaiser-Max gemacht hat, 
neue Metallarbeiter-Handschuhe sein eigen nennt, 
weiche Klettersteig-Patschen mit viel Grip trägt, 
seinen Lungen-Hubraum nicht durch Nikotin gedrosselt hat,
die Augen vor der Liftanlagen-Kulisse verschließen kann,
resistent gegen die bis zur Bergspitze schallende Volksmusik ist,
der wird Spaß an der Steiganlage haben.

Freitag, 2. Juli 2010

Segelkunstflug mit Gefrierbeutel



Ein lang gehegter Wunsch wurde wahr, als mein Nachbar Andi mich heute endlich zum Kunstflug mit dem Segelflugzeug einlud. Bevor wer anderer blöde Fragen zu stellen anfängt, beantworte ich sie mir selber: "Der Gefrierbeutel in meiner Linken ist für die kleine lila Jause unterwegs schon griffbereit...!"

Freitag, 25. Juni 2010

Bachbettengipfelsieg

Während Doris und Skippy den Weg hinauf meditierten, nahmen Robert und ich die Diretissima durch bröselige Bachbetten mit Skeletten dahinvegetierender Tierleichen.

Oben gings auf die Reither Spitze und dann runter zur Nördlinger Hütte, wo wir es uns bei Knödeln mit Kraut und Kaiserschmarren gut gehen ließen. Dazu noch ein Radlerchen, das man spätestens beim wackeligen Abstieg wieder schwer bereut.

Donnerstag, 24. Juni 2010

Wassermelonenschnitzerei


Watermelon carving from Vid Nikolic on Vimeo.

Ob das mit einem Knoblauch auch geht?

Corculous

Das wird ganz das Meinige...

Dienstag, 22. Juni 2010

Farbcode beim Speiseplan

So kann ich das ja schon gar nicht stehen lassen. Während ich hier kärgliche Kost genieße (ich weiß auch nicht für was diese Haube auf der Speisekarte steht) werden meine ganzen Farbcodierungen mutwillig missverstanden. ROT steht für: das müsst ihr einkaufen! Ganz zu schweigen von dem A4-Beiheft zur richtigen Anwendung, dass ich locker im 14 Tagen verfasst habe.Aber Undank ist der Männer Lohn.

Pestowürstl statt Gnocchipizza

Nachdem ich letztes Jahr Martinas erfrorene Pizza (mangels Backpapier-Unterlage) im Backrohr durchs Gitter tropfen ließ, wurde mir Küchenunverständnis, Haushalts-Desinteresse und mangelndes Koch-Know-How attestiert.

Vorteil: Das Hüftgold reduzierte sich bei den Daheimgebliebenen sichtbar.

Heuer wird alles anders:

Martina hat wieder vorgekocht. Die Kühlschranktüre (gefühlte vier Quadratmeter) ist ja schon mit schwarzem Tafellack gefärbt und ein - zumindest auf den ersten Blick - übersichtliches und mit unterscheidbaren Kreidefarben gezeichnetes Wochenprogramm stellt Benni und mich täglich vor neue, schier unlösbare Rätsel.

Heute war mittags beispielsweise Würstlbrot drann. Morgen gibts dann "Freie Wahl". Was soll das denn, wo gibts das und wenn ja, wieviel? Am Donnerstag stehen dann am Abend aber gottseidank drei Grillspießmaiskolben am Programm.... (Motto hier: Gut gegrillt ist halb gesotten...)

Laut Kühlschrank-Plan endet unser unfreiwilliges Diätlager endlich samstags und wir freuen uns schon wieder auf richtiges Essen!

Sonntag, 20. Juni 2010

Sommersonnwendsschneefalltheater

Bei so einem Wetter würd' ich nicht mal den Hund aus dem Haus bitten.

Trotzdem - die Peristaltik will in Schwung gebracht und der Nano-Partikel-Schuhspray auf Funktionstüchtigkeit getestet werden.

Oben am Gschwandkopf lag jedenfalls, sehr zur Verwunderung Aimees der erste Schnee der zweiten Jahreshälfte...

Samstag, 19. Juni 2010

Nebelkrieger

Bei ca. zehn Metern Sichtweite, gefühlter 90% Luftfeuchte und angenehmen "Plusgraden" hab ich heute nach einer Ausrede gesucht, um mir in Ruhe Jochen Malmsheimers Hörbuch "Wenn Worte reden könnten" anzuhören. Grandios und empfehlenswert!

So ist der Aufstieg auf die Reither Spitze über die Nördlinger Hütte ganz leicht gefallen.

Freitag, 18. Juni 2010

Vokuhila triftt Fuoco

Wie beginnen diese unfreiwillig komischen Anzeigen in diversen Tageszeitungen?
"Kaum zu glauben, aber wahr …" Und so fühle ich mich gerade.

Mein geliebtes Fuoco-lein ist jetzt endlich zuhause. Und als stolze Besitzerin dieses Traumgefährts darf man schon ein bisschen stolz sein. An meiner Optik gilt es noch zu feilen und ein Name für diesen 500 ccm Motoroller (braust mit ca. 100 kmh den Zirlerberg hinauf) muss auch noch gefunden werden, aber das hat Zeit.

Die erste Fahrt fiel zeitlich genau in das schlimmste Gewitter des gestrigen Tages. Aber Fuoco und ich haben uns tapfer gegen den Sturm gestemmt und alle Autos überholt, die zwischen uns und Reith so auf der Straße vorkamen. Ein schwarzes Cape und Fledermausohr-Applikationen auf dem Helm und das tiroler "Batgirl" ist komplett.

Sonntag, 13. Juni 2010

Zahnfee

Erbs-Sünder ohne Funktion

Sex Uhr Tagwache ist am Sonntag fast ein bissl zu viel. Trotzdem gings nach einem Birchermüsli rauf zur Hütte unseres Vertrauens im Norden Aulands.

Gemütliche 1.000 Höhenmeter macht mann da und wird neben dem obligatorischen Podcast im Ohr von Spinnweben, Nebelschwaden und frischem Schafsdung begleitet.

Oben holt mann dann die Gäste aus den Federn, schäkert mit dem nepalesischen Mädchen oder isst nach dem ersten Stamperl eine Erbswurschtsuppn mit gesäbelten Frankfurtern.

Apropos Erbs-Sünde: Die Funktionswäsche heißt wahrscheinlich so, weil sie keine Funktion hat: sie stinkt, ist teuer, schnell nass, kühlt den Buckel, ist dafür aber beim Trocknen die Letzte.

Dienstag, 8. Juni 2010

Monster Bicycle

 Der Wunschtraum eines jeden Altgewordenen und Jungebliebenen...

Sonntag, 6. Juni 2010

Almauftrieb

Um nicht einseitig abgenützt zu werden, hab ich mir heute einmal einen kletterfreier Tag verschrieben und schwupsdiwups gings mit unseren Bikes von Scharnitz aus zur Kristenalm und noch viel weiter.

Das Wetter spielte gut mit, erst mittags kamen langsam Quellwölkchen auf. Dementsprechend waren viele Mountainbiker unterwegs. Ob der zahlreichen Täler im Karwendel löst sich das aber dann ganz schnell auf. Und man ist alleine mit seinem Sonnenbrandl, der ausgetrockneten Kehle und der durchgeschwitzen Funktionswäsche.

Auf der Zirler Kristenalm angekommen wurden die Wirtsleute um einen Radler und ein Apfelsaftl erleichtert. Dannach gings mit vermehrtem Sodbrennen weiter in Richtung Frau Hitt.

Samstag, 5. Juni 2010

Fischzüchter

Neunuhrdreißig war Treffpunkt am Martinsbühel. Die Fischzuchtplatten lagen noch teilweise im Schatten. Oliver und ich waren motiviert.

Schon in der ersten Seillänge war uns wieder bewusst, was wir alles seit letztem Jahr verlernt und verdrängt hatten.

In der vierten Seillänge konnten wir dann die Münchner Seilschaft vor uns wegen eines verstauchten Fußgelenks überholen. Und in der sechsten Seillänge mussten wir dann selber wegen nassen und erdigen Wandstellen selber leider den Rückzug antreten. Nach den zweiwöchigen Regenfällen kommt das Wasser jetzt aus der Martinswand zum Teil in Bächen raus.

Trotzdem wars toll. Auch das Wetter zeigte sich von seiner Schokoladenseite. Dementsprechend rege war auch der Straßen- und Flugverkehr.

Freitag, 4. Juni 2010

Momo mit Designerhalsband

Momo war bei uns zu Besuch, mit dabei die Chefin mit dem rooten Haar.

Und lustig wars! Nicht nur der gemeinsame Kinoabend, Martinas gegrillten Pizzae, das abendliche Watterquartett oder die Dogwalks auf den Gschwandkopf, nein, auch der obligatorische Klettergarten in Scharnitz musste einfach sein.