Mittwoch, 30. November 2011

Freitag, 25. November 2011

Pyrrhocorax graculus und ich

Nach dem vielen Kalk der letzten Touren (hihi...) gings heute in den Dolomit, um genau zu sein, auf die 2.400 m hohe Erlspitze im Karwendel.

Die landschaftlich eindrucksvolle, technisch einfache und mit insgesamt 6 Std. erträgliche Tour startete vormittags in Hochzirl beim Landes-Krankenhaus und führte mich nach zwei Stunden zum Solsteinhaus (1.805m). Hier hab ich gleich die schwere Jause: Apfel, Navel-Orange vertilgt, damit der Rucksack leichter werde...

Am Haus vorbei geht es dann ein bis zwei Stunden nordwestlich vorbei an idyllischen, vertrockneten Bergwiesen, zahlreichen Quellfassungen, vereinzelten und knorrigen Latschen durch auffallend bizarre Felslandschaft mit Türmen und senkrechten Steinschichten 600 Höhenmeter hinauf zur Erlspitze.

Nachdem die obligatorischen Panoramafotos mit "AutoStitch Pano" am neuen iPhone gemacht und die "Schinken-Bio-Tilsiter-Stullen" verdruckt waren, gings wieder zurück an den Start! Der Käse wird immer freitags mit der Bauernkiste geliefert und ist vom anderen Milchstern aus Volders.

Begegnet bin ich nur zahlreichen Berg-Dohlen (Pyrrhocorax graculus), die mir meine Vollkorn Manner streitig machten, mir dann wieder zeigten, wo in der Luft die Thermik ist -  und beim Heimwärtsgehen zwei urigen Locals, denen meine kurze, schwarze Hose gut gefiel. Als es dann schattig wurde, leistete mir meine neu erworbenes Merino-Schafwoll-Weste von Icebreaker gute Dienste.

Berg heilt!

Samstag, 19. November 2011

Lederstrumpf in der Leutasch


Mein heutiges Objekt der Begierde war die Gehrenspitze (2.367 m) im Wetterstein-Massiv.

Das Wetter ist seit Wochen und trotz dem nahenden Dezember traumhaft, spr. wolkenfrei, sonnig, inversiv und Bergtouren in der 'Kurzen' mit T-Shirt möglich!

Startpunkt war die kleine Bäckerei mit den viiiiielen Golatschen in Leutasch-Gasse (1.115 m) 9.30 Uhr.

Bei den Steinstufen vor dem Bäcken beginnt der Steig. Sehr steil führt er im Wald bis ca. 1.450 m. Dabei muss man Orientierungsläufer, Lederstrumpf und Spähtrupp in Personalunion sein. Der Weg wird seit längerem nicht mehr betreut, vermutl. wegen seiner Steilheit, dem potentiellen Steinschlag und letztendlich dem Parkplatzmangel im Ortsteil unten. Das heißt: mit viel weiblicher Intuition ständig nach grau überpinselten Markierungen suchen, teilweise wieder zurückgehen, unter Bäumen durchrobben, Steinmandln finden...

Dann quert man in die markante Schuttrinne (am Bild rechts zu sehen!), die die Südflanke durchzieht und steigt in dieser bis zum Ostgrat. Hier hat man durch die steil abfallende Nordwand plötzlich den traumhaften Ausblick ins Puittal, auf die Schüsselkar- und Scharnitzspitze. Dann über den Ostgrat bzw. in dessen Südflanke zum Gipfel weitermarschieren.

Oben gabs zwei ordentliche Schinken-Käse-Stullen in die Figur und Vollkorn-Manner als Bergdessert! Geschwind noch ein paar Panoramen knipsen. Und dann schauen, dass man wieder runterkommt.

Ca. 5 Stunden sollte man für diese Tour einplanen. Berg heilt!

Freitag, 11. November 2011

Herbsttouring

Während im Inntal bis frühnachmittags hartnäckiger Nebel lag, war ich frohen Mutes im Karwendelgebirg' unterwegs: (und mit mir eine Dohle und zahlreiche Gämsen...)

Von Auland hinauf zur Nördlinger Hütte, über die Freiungen zur Kuhlochspitze, hinunter zum Solsteinhaus, über den Höttinger Schützensteig hinunter zur Magdeburger Hütte und dann über den Schleifer Steig ins Tal zum Bahnhof Kranebitten...

Dienstag, 1. November 2011

Mittenmandl über Hochzirl

Um Feinmotorik und Orientierungssinn (hihi) zu schärfen gings heute wieder ins Gelände. Und das nicht zu flach! 

Beim Krankenhaus Hochzirl (997m) parkte ich das Auto und los gings zu einem meiner Projekte, zum Mitterbergl zwischen Ursprungs- und Grieskarbach.

Hier führt kein normaler Weg mit bunten Markierungen, nein, hier benötigt man viel weibliche Intuition, stramme Wadeln und ein wenig Mut, wenn man durch glitschige Bachbetten, Schrofengelände, staubige Schotterreisen, kratzige Latschengürtel und steile Bergwälder sein Ziel erreichen will.

Ab und an zerlegts einen, dann muss man wieder auf allen vieren hinaufkrabbeln und Profil auf den Schuhen wäre auch kein Fehler...

Oben am Mitterbergl (1.710m) angekommen wird man dafür mit einem Bergpanorama vom Feinsten auf die Freiungen, einem Paktl Zitronen-Manner und ein paar kräftigen Schlucken Wasser belohnt! Unten beim Auto war die sechste Stunde noch nicht um. Der Berg eilt...