Donnerstag, 25. März 2010

Sohn des Südens

Das war wohl damals die Bedeutung des Namens "Benjamin" - und das ist auch schon mal 4.000 Jahre her.

Außerdem liest man im hebräischen Tanach, dass Benjamin der jüngste der 12 Söhne Jakobs war. Der historischen Bedeutung: "Sohn meiner rechten Hand" oder "Glückskind" kann ich nur zustimmen!

Unser Benni hier im schnuckeligen Holz-Hexenhäuschen ist inzwischen 1,87 Meter in die Höhe geschossen - der Rest der Familie wirkt dagegen wie ein Taferlklässler. Das schnelle Wachstum bringt allerdings den Effekt der Dauerermattung mit sich. Der Körper sehnt sich nach der Horizontalen, am liebsten weich gepolstert. Beim Essen und Trinken sind seine römischen Vorfahren Vorbild, so wird Nahrung gerne im Liegen eingenommen.

Vaters Internet-Breitband wird durch Online-KillerStrategie-Spiele und gleichzeitigem Audiochat schnell zur Schmalband-Verbindung. Und wenn man ins Zimmer kommt, findet man sich schnell als Kalkuttas Müllsammler wieder.

Und trotzdem blitzt einige Genialität immer wieder kurz auf. Die autentische Stimmwiedergabe von Schauspielern und Vaters Klugschiss-Sprüchen zeugt von einem sehr guten Gehör. Kniffliges wird dank Mutters Genetik spielend, konzentriert und schnell geknackt. Der schulische Lernstoff kann durch Handauflegen verinnerlicht werden. Büffeln, wie ich es noch kennenlernen durfte, ist ja voll Altschule. Schlechte Laune sucht man bei ihm vergeblich. Bei Benjamin kommt auch nie Hektik auf. Anhorchen, nachdenken, machen und vergessen.

Und, wie es sich für die Plateau-Landjugend gehört, trägt er ab heute 25. März (in der Früh - 2°C) bereits die kurze Hose. Bravo Benni! Weiter so. HDGFL ;-)

1 Kommentar:

Martina Kaspar hat gesagt…

Besonders die kurzen Hosen haben es den großteils lobenden Vater wohl angetan.